| BETRIEBSANLEITUNG KINDER-FAHRRÄDER Vor Inbetriebnahme die nachfolgenden Hinweise unbedingt lesen. Anschließend diese Anleitung bitte sorgfältig aufbewahren. Fahrbereitschaft herstellen: Der Sattel Kindergröße berücksichtigen (I). Um im Stand eine sichere Gleichgewichtslage zu haben, muss der Sattel so eingestellt werden, dass die Fußspitzen des Kindes den Boden erreichen. Zum Einstellen der Sattelhöhe muss der Klemmbolzen am oberen Ende des Rahmen-Sitzrohres gelöst werden. Die Sattelstütze darf in keinem Fall über die markierte Mindest-Einstecktiefe in der Höhe hinaus ragen. Der im Sitzrohr verbleibende Teil der Sattelstütze muss min. 55mm betragen (Markierung!). Ziehen Sie den Klemmbolzen nach der Einstellung fest an. Die Sattelneigung kann durch den Sattel-Klemmbolzen (unter dem Sattel) verändert werden. Sie sollte waagerecht zum Boden sein. Ziehen Sie nach der Ausrichtung den Bolzen fest an. Der Lenker Nach der eingestellten Sattelposition muss der Lenker leicht erreichbar sein. Um den Lenker zu verstellen, lösen Sie am Lenkerschaft die Klemmspindel (mittlere Schraube am Lenkervorbau einige Umdrehungen öffnen). Durch einen leichten Hammerschlag auf die Klemmspindel kann der nicht sichtbare Klemmkonus gelockert werden. Stellen Sie jetzt die Lenkerhöhe und –neigung ein. Danach wird die Spindelschraube erst einmal nur leicht angezogen. Beachten Sie, dass der Lenkerschaft bei der Höhenverstellung mindestens 65mm in den Gabelschaft eingesteckt sein muss (Markierung!). Jetzt drehen Sie den Lenkerbügel genau (!) im rechten Winkel zur Fahrtrichtung. Ziehen Sie nunmehr die zuvor nur leicht fixierte Schraube fest (!) an. Genauso wie der Lenker sollten auch der Handbremshebel und die Glocke so montiert sein, dass sie für das Kind leicht erreichbar sind. Die Pedale Vor dem Einschrauben der Pedale müssen Sie ein Links- und Rechtsgewinde beachten (!). Die rechte Pedale (für die Kurbel auf der Kettenradseite) ist auf der Pedalachse mit einem „R“ gekennzeichnet (und die Linke mit einem „L“). Die Pedale werden in Fahrtrichtung angeschraubt – auf der rechten Seite im Uhrzeigersinn und auf der gegenüberliegenden Seite in entgegengesetzter Richtung (Linksgewinde). Die Pedale bitte zunächst von Hand (ohne Werkzeug) eindrehen, bis das Gewinde greift; anschließend müssen die Pedalachsen mit einem geeigneten Schlüssel sehr fest angeschraubt werden (Nach kurzem Gebrauch noch einmal nachziehen!). Die Stützräder Die Stützräder sollten nur bei Bedarf als erste Lernhilfe zur Erhaltung des Gleichgewichts montiert werden. Zur Montage entfernen Sie zunächst die Muttern und Unterlegscheiben der Hinterradachse. Legen Sie die Lasche der Stützrad-Auslager auf die Hinterradachse. Die Unterlegscheibe und Mutter zunächst von Hand (ohne Werkzeug) auf das Achsengewinde drehen. Damit die Stützräder optimal befestigt sind, muss der Winkel des Formteils, das um den Ausleger greift, direkt unterhalb der Rahmenstrebe (an der Aussparung des Ausfallendes) liegen. Anschließend die Achsenmuttern mit einem geeigneten Schlüssel festziehen (hierbei besonders auf die Kettenspannung achten). Die Kette Die Kette muss durch den Kettenschutz umlaufend von außen und seitlich abgedeckt sein. Die Kette können Sie jedoch bei montiertem Kettenschutz spannen. Lösen Sie dazu die Achsenmuttern und die Schraube der Nabenlasche. Sie können nun das Hinterrad nach hinten ziehen. Um das Hinterrad mittig im Rahmen auszurichten und die Kettenspannung zu optimieren, werden die Achsmuttern nur handfest angezogen. Um einen leichten Lauf zu erreichen, darf die Kette nicht zu stramm sein; jedoch auch nicht so lose, dass die Kette im Kettenkasten schleift. Nachdem Sie das Laufrad und die Kette justiert haben, werden die Achsenmuttern und die Laschenschraube wieder fest angezogen. Die Bremsen Überprüfen Sie vor jeder Fahrt die Wirksamkeit der Bremsen (!). Überprüfen Sie den festen Sitz der Seilzugverbindung durch das Anziehen des Bremshebels. Durch gleichzeitiges Schieben des Fahrrades wird die Bremsfähigkeit geprüft. Bei Nässe reduziert sich die Bremsleistung (!). Um die Funktionstüchtigkeit der Bremsen zu optimieren, müssen Sie folgendes beachten: a) Seilzughüllen dürfen nur weit gebogen sein. b) Die Bremsflächen müssen fettfrei und sauber sein. c) Richten Sie die Bremse mittig aus. d) Achten Sie beim Befestigen der Bremsschuhe darauf, dass diese richtig anliegen und korrekt positioniert sind (Abb.) Wenn das Fahrrad mit einer Felgenbremse ausgestattet ist: Die Bremsschuhe müssen so angebaut sein, dass die Bremsklötze beim Bremsen die Felge mit der gesamten Reibfläche anliegen. Sie können die Bremse an der Einstellschraube (A) oder an der Klemmschraube (B) durch Anziehen des Seilzuges nachstellen. Wenn das Fahrrad mit einer Cantileverbremse ausgestattet ist: Die Bremsklötze müssen entsprechend der Abbildung pfeilförmig eingestellt sein. Sie können die Bremse durch Anziehen des Seilzuges nachstellen. Lösen Sie dazu die Kabelfeststellschraube. Die Wartung und Pflegehinweise Durch regelmäßige Wartung halten Sie das Fahrrad stets in einem gebrauchssicheren Zustand. Nach einiger Zeit können sich Schrauben, Muttern und Befestigungsteile „setzen“, also nachgeben können. Der Bremszug dehnt sich infolge von Belastung und Vibration. Darum empfehlen wir, diese Teile regelmäßig auf festen Sitz zu überprüfen und ggf. festzuziehen (zum ersten Mal jedoch nach ca. 1 Woche Gebrauch). Die Kette sollte in regelmäßigen, nicht zu langen Abständen, mit Feinöl oder Kettenspray behandelt werden. Eine stark verschmutzte Kette kann in ein Petrolium-Bad gelegt und abgebürstet werden. Dafür müssen Sie die Kette mit Hilfe eines Kettennietenentferners oder nach dem Öffnen des Kettenschlosses abnehmen. Nach dem Reinigen muss die Kette getrocknet und geölt werden. Die Tretkurbeln sind mittels Muttern bzw. Sechskantschrauben auf den Vierkantansätzen der Tretlagerachse befestigt. Diese Muttern bzw. Sechskantschrauben werden ab Werk kraftschlüssig angezogen. Da sich jedes Material nach einiger Zeit „setzen“ kann, muss der Sitz der Tretkurbeln von Zeit zu Zeit überprüft werden. Sollte sich eine Tretkurbel lösen, muss diese sofort wieder festgeschraubt werden (!). Zur Überprüfung der Tretkurbelbefestigung ist an beiden Seiten die Abdeckscheibe zu entfernen. Nach einer gewissen Zeit ist es erforderlich, die Felgen- oder Cantileverbremse nachzustellen, da sich sowohl die Seilzüge nachsetzen als auch die Bremsbeläge durch Abnutzung ein Nachstellen erfordern. Um die optimale Bremswirkung zu erhalten, müssen abgenutzte Bremsbeläge immer paarweise ausgewechselt werden. Achten Sie bei Ersatzbelägen unbedingt auf felgenspezifische Kennzeichnung (für Alu- oder Stahlfelge). Die Bremsflächen sind fettfrei zu halten. Einige Komponenten dürfen nur vom Fachmann gewartet werden. Lassen Sie die Lenkungslager, Radnaben und sonstige Bewegungsteile von Zeit zu Zeit von einem Fachmann auf Einstellung und Schmierung überprüfen. Eine gute Wartung und Pflege kann die Lebensdauer des Kinderfahrrads erheblich verlängern. Sauberkeit ist Rostschutz. Alle Lack- und Chromteile können mit handelsüblichen Autopflegemitteln gereinigt und geschützt werden. Das Fahrzeug vor Streusalzen schützen und längere Lagerung in feuchten Räumen vermeiden. Zur Pflege aller Teile, auch Schutzbleche, Lenker, insbesondere Felgen und Übergangsstellen der Speichennippel zur Felge, säurefreies Fett (z.B. Vaseline) oder Sprühöle (z.B. Ballistol) verwenden. Gebrauch Bestimmungsgemäße Verwendung mit einer maximal zulässigen Gesamtbelastung von 50 kg. Der Gepäckträger ist aus Sicherheitsgründen für ein Gewicht von 20 kg ausgelegt. Dennoch sollte der Gepäckträger nicht als Lastenträger benutzt werden. Kinderfahrräder nach DIN79110 entsprechen nicht der StVZO und dürfen deshalb nicht auf öffentlichen Straßen benutzt werden. Sicherheitshinweis Erklären Sie vor dem ersten Fahrtantritt die Bedienung des Fahrzeuges, insbesondere die Funktion der Freilaufbremsnabe, die Fahrzeugreaktion auf die Bremsung nur des Vorderrades und das Nachlassen der Felgenbremswirkung bei Nässe. Weisen Sie auf die zulässige Nutzung des Fahrzeuges, wo das Kind fahren darf und auf die allgemeinen Gefahren hin. |